Volkskundliche Sammlung

Die Geschichte der Sammlung

Ein Ort für Endecker*innen – und ein lohnendes Ausflugsziel ist das Heimatmuseum in der Alten Schule in Gunzenbach. Das Gebäude wurde 1836 errichtet und verschiedenartig genutzt, für eine Schneiderei oder auch als Sparkasse. Seit 1977 ist die Volkskundliche Sammlung des Marktes Mömbris dort untergebracht. Initiator für die Sammlung war der Gunzenbacher Emil Griebel. In den fünf Räumen gibt es viel zu entdecken. Viel Handwerkliches, beispielsweise eine Schusterwerkstatt oder eine Schneiderwerkstatt mit Nähmaschinen ist ausgestellt. Ein Highlight ist der Tante-Emma-Laden der „Langs Lies“ aus der Hauptstraße in Mömbris. Vielleicht kann sich der eine oder andere ältere Besucher noch an Einkäufe dort erinnern. Der letzte Raum im Erdgeschoss beherbergt eine „Zigarrenfabrik“. Noch bis in die sechziger Jahre gab es in Mömbris und seinen Ortsteilen viel Zigarrenindustrie. Vom Tisch des Wickelmachers bis zur Pudermaschine kann alles bestaunt werden, was Alltag für viele Arbeiter und meist Arbeiterinnen war. In den Räumen im ersten Stock sind landwirtschaftliche Geräte oder auch Exponate zur Volksfrömmigkeit zu sehen.

Themenräume der Sammlung

Die Sammlung im Alten Schulhaus in Gunzenbach ist in fünf Themenräume gegliedert. Jeder Raum widmet sich einer Facette des täglichen Lebens und Arbeitens hier im Kahlgrund.

Handwerk

Handwerkliche Tätigkeiten spielten schon immer als Haupt- und auch als Nebenerwerb bei den Menschen im Kahlgrund eine wichtige Rolle. Im Handwerksraum finden sich viele Zeugnisse traditionellen Handwerkes aus den Mömbriser Dörfern. Manches zeugt von der nebenberuflichen Fertigung von Gebrauchsgütern aus z.B. Holz oder Stoff zu Hause. Hier ist z.B. das Besenbinden und Körbemachen zu nennen. Aber auch die „industrielle Fertigung“ in der Kleiderfabrik ernährte viele Familien. Hiervon zeugen auch etliche Nähmaschienen in der Ausstellung.

Tante Emma Laden

Der Laden der „Lang’s Lies“ aus Mömbris kam im Jahr 19XX ins Museum. Bis zum Jahr XXXX konnten hier die XXXXX Bürger*innen noch einkaufen. Bis in die 1980er jahre gab es im Kahlgrund in vielen Dörfern noch kleine Dorfläden, die die Versorgung der Menschen sicherstellten. Im Jahr 198X wurde dann der erste moderne Supermarkt am Mömbriser Bahnhof eröffent.

Zigarrenproduktion

Auch wenn es hier in der Region keinen Tabakanbau gab, die Produktion von Zigarren war eine hier weit verbreitete Einnahmequelle der Kahlgründer. In etlichen Dörfern gabe es kleinere und größere Produktionsstätten von Zigarren. Im Museum sind im dritten Raum des Erdgeschosses dieverse Werkzeuge und andere Zeugnisse aus der Zeit der Zigarrenproduktion zu sehen.

Landwirtschaft

Volksfrömmigkeit und medizinische Versorgung